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Willkommen in der evangelischen Gemeinde Alt-Weil

Da die weiteren Präsenzgottesdienste abgesagt sind,

läuten täglich um 19.30 Uhr die Kirchenglocken.

Sie laden ein zur Besinnung und zum Gebet.

Nach Anordnung des Dekanats sagt auch die Evangelische Kirchengemeinde Weil am Rhein bis auf Weiteres ihre bisher geplanten Präsenzgottesdienste in allen ihren drei Kirchen ab und versucht so, einen Beitrag zu leisten, um das Infektionsgeschehen zu vermindern.

Natürlich stehen die Pfarrer*innen und Diakone*innen für Gespräch

und Seelsorge zur Verfügung.

 
 

Andacht zum Wochenspruch


„Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest“ Psalm 31,3

Regenbogen
 

Andacht zum Wochenpsalm



Tulpensonntag, so heißt der Karnevalssonntag in meiner rheinischen Heimat. Und in Köln würden Umzüge in den Vierteln stattfinden. Wochenlang hätten die Schulen und Vereine sich auf die Schull-und Veedelszöch vorbereitet. Aber dieses Jahr nichts davon. Kein öffentlicher Karneval in Köln, keine Fastnachtsumzüge in Weil oder Basel. Tulpen allenfalls auf dem Wohnzimmertisch.

In der Kirche hat der Tulpensonntag den Namen ESTOMIHI. Das ist Latein und es sind die zwei ersten Worte aus Psalm 31,3: Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest. Und dann im Vers darauf nicht nur die Bitte, sondern die Feststellung: Du bist mein Fels und meine Burg. Feststellung im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn ich auf dir stehe, Gott, stehe ich fest.

In der Fastnacht würde jetzt geschunkelt, getanzt, ja wohl auch ziemlich viel getorkelt. Und viele von uns vermissen dieses fröhliche, sorglose, ja ausgelassene Miteinander.

Wie lange eigentlich noch? Lockdown Verlängerung folgt auf Lockdown Verlängerung. Inzidenzzahlen schwirren durch Köpfe und Reden. Und immer wieder eine befremdliche Sprache: Das Volk ist kriegsmüde meint ein Ministerpräsident. September steht im Raum. Dann sollen alle geimpft sein, die möchten. Das ist noch furchtbar lange hin. Und was ist, wenn das Virus schneller ist und die bisher entwickelten Impfstoffe bis dahin gar nicht mehr richtig wirken? Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass wir heute immer noch so dastehen. Aber so ist es eben. Jede Zeit hat ihre Last. Nur dass wir das in unseren Breiten lange so nicht erlebt haben.

Fels und Burg. Das können wir brauchen in diesen unsicheren Zeiten. Festen Grund und Mauern, die uns bergen. Ein Gott, der uns hält in diesem Chaos. Ein Vertrauen, dass uns stärkt und ein Geist, der uns ermutigt und tröstet. Ein Geist, der in uns atmet. Uns einen langen Atem für den schwierigen Weg schenkt.

Was gibt Ihnen gerade so etwas wie Halt und Grund im Leben? Ein fester Tagesablauf? Rituale von Yoga über Mittagsspaziergang bis zum Zoomabendessen mit Freunden? Morgenpsalm und Abendlied? Ein Nachmittag auf der Loipe oder Rodelbahn? Homeschooling und Homeoffice?

Was tue ich mir Gutes und was kann ich anderen Gutes tun um diese Zeiten zu überstehen und mich nicht in düsteren Gedanken zu verlieren? Wie kann ich mir die Hoffnung bewahren?

Gott, sei mir ein starker Fels und eine Burg. Halte mich, berge mich!

Etwas weiter hinten im Psalm hat sich dem Beter übrigens der Blick geweitet. Die Bedrohung weicht für einen Augenblick und das Leben bekommt wieder Luft. Du stellst meine Füße auf weiten Raum, betet er.

Das wünsche ich Ihnen. Fels und Burg und immer mal das Gefühl von weitem Raum trotz Lockdown. Manchmal hilft es dazu auf einen Berg zu steigen. Vom Tüllinger kann man an klaren Tagen die Alpen sehen. Was für ein Horizont!

Bleiben Sie behütet und wohlgemut

Herzliche Grüße

Ihre Pfarrerin Dagmar Jetter

Pfarrer Dr. Hoffmann

Pfarrer Dr. Hoffmann

Telefon: 07621/167 59 78

Michael.hoffmann@kbz.ekiba.de

Losung

Jahreslosung:  Lukas 6,36

Jesus Christus spricht:

Seid barmherzig, wie auch eurer Vater Barmherzig ist!

Ev.Kirche Weil am Rhein
ev.Kirchenbezirk Markgräflerland
Ev.Landeskirche Baden

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